05.03.–10.09.2017
Fritz Overbeck und Hermine Overbeck-Rohte
Das Worpsweder Künstlerpaar auf Sylt und Föhr

Die Studienaufenthalte auf Sylt und Föhr leiteten eine künstlerische Wende im Schaffen von Fritz Overbeck (1869–1909, Abb.) und Hermine Overbeck-Rohte (1869–1937) ein: Unzufrieden mit den Entwicklungen in der Worpsweder Künstlerkolonie entdeckten sie auf den Inseln zwischen 1903 und 1912 eine neue Motivwelt für sich – das Meer, seine Brandung und die Dünenlandschaften mit den darin eingebetteten Friesenhäusern. Verbunden mit einer Aufhellung der Farbpalette fanden beide in der freien Natur zu einem spontanen und frischen künstlerischen Ausdruck.

Aufgrund der Tuberkulose-Erkrankung von Hermine Overbeck-Rohte war es dem Paar nie vergönnt, gemeinsam zu reisen: Fritz Overbeck arbeitete dreimal auf Sylt (1903, 1904 und 1907), Hermine Overbeck- Rohte reiste nach ihrer Genesung 1910/11 nach Föhr sowie 1912 nach Sylt. Ihre auf den Inseln entstandenen Werke zählen zu den Höhepunkten beider OEuvres.

Erstmals werden die auf Sylt und Föhr geschaffenen Werke in einer groß angelegten, etwa 70 Exponate umfassenden Ausstellung gezeigt.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Overbeck-Museum, Bremen.

Es erscheint ein Katalog.

 

05.03.–18.06.2017
In Skagens Licht
Von P. S. Krøyer bis Joakim Eskildsen

In dem kleinen Fischerort Skagen an der nördlichsten Spitze Dänemarks, wo zwei Meere aufeinandertre_ en, entwickelte sich seit den 1870er- Jahren eine über die Landesgrenzen hinaus international Aufsehen erregende Künstlerkolonie. Die besonderen Lichtverhältnisse, der helle, ausgedehnte Sandstrand, die hohen Dünen an der als ausgesprochen ursprünglich angesehenen Küste und das harte Leben der Menschen begeisterten dänische Künstler ebenso wie Maler aus Norwegen, Schweden und Deutschland. Alle hatten sich zuvor in Paris mit den modernsten künstlerischen Entwicklungen – mit Freilichtmalerei und Impressionismus  auseinandergesetzt. Nun fanden sie in Skagen im Freien malend zu ihrem eigenen Ausdruck und zu individuellen, auf den Alltag und die Landschaft bezogene Themen.

Zu den Protagonisten zählen Anna und Michael Ancher, Oscar Björck, Viggo Johansen, Christian Krohg, P. S. Krøyer und Marie Krøyer, Carl Locher, Frits Thaulow und Laurits Tuxen.

Das Museum Kunst der Westküste verfügt über den wohl größten Bestand in einem Museum außerhalb Dänemarks: Etwa 60 Werke aus der Sammlung werden – orientiert an der Salonhängung, wie sie die Skagener Maler wählten – präsentiert. Drei ausgewählte internationale zeitgenössische Positionen – Joakim Eskildsen (DK, Abb.), Birgit Fischötter (DE) und Ulrik Møller (DK) – erweitern die Schau um mehr als 30 Werke. Sie zeigen, dass die künstlerische Beschäftigung mit dem Ort und dem Thema „Skagen“ auch im 21. Jahrhundert aktuell ist.

 

05.03.–18.06.2017
Schicht und Striptease
Herbert Dombrowskis Hamburg

Die Schwarz-Weiß-Arbeiten des Hamburger Fotografen Herbert Dombrowski (1917–2010) geben feinfühlige und spannende Einblicke in den Alltag der 1950er-Jahre in Hamburg-Altona und auf St. Pauli. Sie erlauben den Blick auf eine Zeit zwischen Verdrängung des im Dritten Reich Erlebten und dem beginnenden Wirtschaftswunder.

Im „richtigen“, für Dombrowski immer einmaligen Moment ausgelöst, fingen die Aufnahmen nach den Jahren des entbehrungsreichen Kriegs das Leben in den Werften, auf dem Fischmarkt, auf der Reeperbahn, in den Ballhäusern bis hin zu den eher mondänen Derby-Veranstaltungen ein. Dombrowski, der in der NS-Zeit antisemitisch verfolgt worden war, untertauchte und inhaftiert wurde, verlor im Krieg alles – bis auf seine Leica-Kamera. Mit ihr begann er nach 1945 als Berufsfotograf zu arbeiten. Für Dombrowski musste dabei „jedes Bild eine Geschichte erzählen oder eine leise Dramatik darstellen“.

Er dokumentierte auch das „alte“ Hamburg-Altona, das dem Abriss zum Opfer fallen sollte: das Milieu in den Gassen der von außen betrachtet so pittoresk anmutenden Arbeiterquartiere, wo auf den Trottoirs frei laufende Hühner und spielende Kinder das Bild prägten.

Die Wohnungsbaugesellschaft „Neue Heimat“ wollte diese Stadt für ein neues, modernes Altona verschwinden lassen.

Die Ausstellung vereint eine Auswahl von über 70 Fotografien Dombrowskis. Sie entsteht in Zusammenarbeit mit der Galerie Hilaneh von Kories, Berlin.

 

25.06.2017–07.01.2018
Pure Nature Art
Naturmaterialien in der zeitgenössischen Kunst

Die Natur unterliegt einem immerwährenden Prozess des Werdens und Vergehens und bezaubert uns durch ihre scheinbar unerschöpfliche Formen- und Farbenvielfalt. In der Kunst hielten mit Beginn der1960er-Jahre Naturmaterialien Einzug in die Ausstellungsräume: Das Material selbst und nicht mehr das Abbild einer Landschaft geriet in den Blickpunkt. Auch verlagerte sich umgekehrt Kunst als Land Art nach draußen, in die Natur.

Für die Ausstellung wurden sechs internationale zeitgenössische Positionen ausgewählt. Die über 20 Installationen, Objekte, Wandarbeiten und Skulpturen aus Materialien wie Muscheln, Federn, Dornen, Blättern, Kork, Pferdehaaren oder Rosenblüten lenken den Blick auf die Schönheit, Leichtigkeit und Fragilität der in der Natur aufzufindenden Materialien. Sie verweisen aber auch auf die faszinierende Systematik und gestaltende Kraft, die der Natur innewohnen.

Es wird deutlich, wie die Künstler das von der Natur Hervorgebrachte in respektvoller Aneignung erforschen, sammeln und ordnen sowie neue Formen und Kontexte erschaffen. Die Ausstellung liefert überraschende und nachdenklich stimmende Anregungen, dem vielschichtigen Verhältnis von Kunst und Natur nachzuspüren.

KünstlerInnen: Bethan Huws (GB), Christiane Löhr (DE), Alastair Mackie (GB), David Nash (GB, Abb.), Regine Ramseier (CH), Herman de Vries (NL)

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

25.06.2017–07.01.2018
Jopie Huisman (1922–2000)
Hommage an das einfache Leben

Erstmals außerhalb der Niederlande wird die künstlerische Arbeit des friesischen Malers Jopie Huisman (1922–2000) präsentiert. Seine realistischen, anrührenden Gemälde und Zeichnungen sind Zeugnisse des einfachen Lebens. Huisman, zugleich Lumpen- und Altmetallhändler, wurde als Autodidakt bereits zu Lebzeiten zur Legende und erlangte in den Niederlanden große Berühmtheit. In seiner Heimatstadt Workum ist ihm ein eigenes Museum gewidmet.

Seine Bilder von Schuhen, Lumpen oder Puppen galten ihm gleichsam als Porträts seiner Mitmenschen, denen er Würde und Bildwürde zusprechen wollte. Damit schuf er eine Hommage an das einfache Leben der Friesen, ihre Landschaft und Kultur.

Die Werke, die oftmals den Blick auf Absurditäten des menschlichen Zusammenlebens richten, berühren dabei durchaus existenzielle Fragen und sind mit einer Botschaft versehen, die von der Barmherzigkeit als etwas universell und zeitlos Menschlichem erzählt.

Die Ausstellung präsentiert Werke aus dem Jopie Huisman Museum, Workum, ebenso wie solche aus einer Schweizer Privatsammlung. Sie entsteht in Kooperation mit dem Jopie Huisman Museum, Workum (NL).

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher, englischer, niederländischer und friesischer Sprache.

 

17.09.2017–07.01.2018
Reload!
Tracht – Kunst – Mode

In unserer globalisierten Welt begeben sich viele Menschen auf die Suche nach ihren Wurzeln. Das Gefühl, zu wissen, woher man kommt, geht mancherorts – so auch auf den nordfriesischen Inseln – mit dem Tragen von Trachten einher, die früher Ausweis regionaler und sozialer Zugehörigkeit waren. Ausgehend von Gemälden und Grafi ken des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung Kunst der Westküste spannt die Ausstellung mit internationalen Leihgaben einen Bogen bis zur zeitgenössischen Kunst und zu aktuellem Modedesign. Als ein Synonym für Heimatverbundenheit, Identifi kation und Traditionspfl ege scheint die Tracht gerade gegenwärtig ein in mehrfacher Hinsicht reizvolles Sujet zu sein, das auch in ironisierender oder kritischer Hinsicht Thema in den unterschiedlichsten künstlerischen Medien ist.

KünstlerInnen 19./20. Jahrhundert: Jan Arndt Boetius, Christian Ludwig Bokelmann, Otto Heinrich Engel, Johan Julius Exner, Hans Peter Feddersen, Erik Henningsen, Carl Ludwig Jessen, Christian Carl Magnussen, Johan Gudmann Rohde, Caroline Stelzner, August Wilckens

KünstlerInnen 21. Jahrhundert: Catharina Bond (AT), Nico Dams (DE), Sabine Dehnel (DE), Sandra Heinz (DE), Hendrik Kerstens (NL, Abb.), Anja Luithle (DE), NOH NEE (DE), Annette Schröter (DE), Trine Søndergaard (DK), Mila Teshaieva (DE) sowie AbsolventInnen der Studiengänge Modedesign und Fotografi e der Hochschule Hannover (DE)

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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AUSSTELLUNGEN 2017

05.03.–10.09.2017

FRITZ OVERBECK UND HERMINE OVERBECK-ROHTE

Das Worpsweder Künstlerpaar auf Sylt und Föhr

 

05.03.–18.06.2017

IN SKAGENS LICHT          

Von P. S. Krøyer bis Joakim Eskildsen

                             

05.03.–18.06.2017

SCHICHT UND STRIPTEASE                    

Herbert Dombrowskis Hamburg

 

25.06.2017–07.01.2018

PURE NATURE ART              

Naturmaterialien in der zeitgenössischen Kunst

 

25.06.2017–07.01.2018

JOPIE HUISMAN (1922–2000)

Hommage an das einfache Leben

 

17.09.2017–07.01.2018

RELOAD!

Tracht - Kunst - Mode

Änderungen vorbehalten.